Verschiedene Standorte, verschiedene Perspektiven
Je größer das Unternehmen, desto wichtiger wird ein guter interner Dialog. Verteilt sich eine Firma auf mehrere Standorte, gar verschiedene Länder oder Kontinente, wird es für die meisten Angestellten schwierig, sich untereinander auszutauschen, Strategien zum Erreichen der Unternehmensziele zu planen oder auch nur auf dem Laufenden zu bleiben, was an anderen Standorten passiert. Wird an einem Ort viel Forschung und Entwicklung betrieben, erfahren dort angestellte Menschen früher, wohin sich das Unternehmen entwickeln wird. Kolleginnen und Kollegen an anderen Niederlassungen können sich dadurch ignoriert fühlen. Ebenso kann ein gemeinsames Arbeiten als standortübergreifendes Team schwierig werden, wenn Mitarbeitenden eigentlich gar nicht so richtig klar ist, was andere Bereiche ihres Unternehmens eigentlich tun. Das kann sogar bei nur einem Standort passieren, denn Remote-Work und flexible Arbeitszeitmodelle sind zwar beliebt, sorgen aber auch dafür, dass sich manche nur noch selten auf dem Flur vorm Büro begegnen.
Je nach Anlass und Zielgruppe gibt es viele etablierte Wege, mehr Teamgeist zu schaffen: Ein lebendiges Intranet, in dem Mitarbeitende darüber berichten, was ihre Projekte sind und wie der Stand ist, kann eine sinnvolle Maßnahme sein, um einfach, schnell und unkompliziert ein standortübergreifendes Wir-Gefühl zu etablieren. Durch das vermehrte mobile Arbeiten während der Coronapandemie wurde dem Firmenintranet eine zentrale Rolle zuteil, wie die „Trendmonitor hybride IK 2023“-Studie herausfand.
Auch klassische Medien wie ein regelmäßig erscheinendes Magazin für Mitarbeitende sind gut dafür geeignet, den internen Austausch von Informationen zu ermöglichen. Auszubildende können zudem beispielsweise einen eigenen Azubi-Social-Media-Kanal betreuen, in dem sie das Unternehmen nach außen als guten Arbeitgeber vorstellen und nach innen zeigen, an welchem Punkt ihrer Ausbildung sie gerade sind. So übernehmen sie interne und externe Kommunikation gleichzeitig und bekommen durch einen separaten Kanal auch die Möglichkeit, authentisch zu erzählen, ohne sich den Content-Plänen des restlichen Unternehmens fügen zu müssen.