Herausforderungen bei der Implementierung von KI
So vielversprechend KI für die Unternehmenskommunikation auch ist – ihre Einführung bringt zahlreiche Herausforderungen mit sich. Eine der größten Hürden besteht darin, die Technologie gezielt und strategisch einzusetzen, statt sie nur punktuell zu testen. Viele Unternehmen experimentieren bereits mit generativer KI, doch der Übergang zur systematischen Nutzung gestaltet sich schwierig: Laut der ZHAW Trendstudie Schweiz 2024 setzen 61 Prozent der Kommunikationsabteilungen KI bislang testweise ein, während lediglich 33 Prozent eine breitere Anwendung verfolgen. Immerhin verzichten nur noch 6 Prozent vollständig auf den Einsatz von GenAI.
Ein zentrales Problem ist die Qualitätssicherung: Ohne entsprechendes Domain-Wissen und menschliche Kontrolle besteht das Risiko, dass KI-generierte Inhalte generisch wirken oder nicht zur Markenidentität passen. Gleichzeitig werfen Datenschutz und ethische Fragestellungen große Unsicherheiten auf. Laut einer Untersuchung des Statistischen Bundesamts (2023) sind fehlendes Wissen (72 %), unklare rechtliche Rahmenbedingungen (51 %) und Datenschutzbedenken (48 %) die häufigsten Gründe, warum Unternehmen KI noch nicht umfassend nutzen.
Auch in Gesprächen mit Kunden und in unseren Webinaren hören wir von Teilnehmenden immer wieder, dass sich viele Unternehmen schwer tun, den nächsten Schritt zu gehen. Zwar wurden erste KI-Tools getestet, aber oft fehlt es an einer klaren Strategie und Priorisierung der Anwendungsfälle. Besonders herausfordernd ist die Integration in bestehende Prozesse.
Unsere Empfehlung lautet daher: Unternehmen, die KI gezielt implementieren möchten, sollten mit einer strukturierten Vorgehensweise starten. Die Identifikation relevanter Anwendungsfälle, die Schulung der Mitarbeitenden und eine kontinuierliche Optimierung sind essenziell, um das volle Potenzial von KI zu nutzen.