Die Anforderungen der CSRD verändern die Nachhaltigkeitskommunikation grundlegend und führen zu einer Standardisierung der Inhalte. Viele Unternehmen konzentrieren sich aktuell auf die formale Umsetzung der Vorgaben. Doch was passiert darüber hinaus? Eine aktuelle Analyse von RYZE Digital zeigt: Immer mehr DAX-40-Unternehmen veröffentlichen ergänzende ESG-Publikationen, die über den Pflichtbericht hinausgehen. Sie heißen beispielsweise „Sustainability Highlights“, „Impact Report“ oder „ESG Factbook“ und verfolgen unterschiedliche Ziele. Für wen sich solche Formate lohnen, wie sie eingesetzt werden und welche strategische Funktion sie übernehmen können, zeigt unser aktuelles Whitepaper.
Whitepaper "Strategische Nachhaltigkeitskommunikation"
Viele DAX 40-Unternehmen ergänzen ihre Pflichtberichte um eigenständige Publikationen, die gezielt Stakeholder ansprechen. Jetzt Whitepaper herunterladen und mehr erfahren.
Strategische Nachhaltigkeitskommunikation
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Mehr Relevanz durch Zielgruppenschärfe
Viele der untersuchten Publikationen richten sich gezielt an bestimmte Anspruchsgruppen – etwa Bewerberinnen und Bewerber, Mitarbeitende, Investorinnen und Investoren oder Analystinnen und Analysten. Statt um rein formale Berichterstattung geht es hier um gezielte Kommunikation: visuell, verständlich und auf den Punkt gebracht.
26 der DAX-40-Unternehmen setzen bereits auf solche Zusatzformate. Dabei geht es nicht um eine Wiederholung des Nachhaltigkeitsberichts, sondern um eine Erweiterung – um spezifische ESG-Themen oder detaillierte Daten. Ob visuell gestalteter Highlight-Bericht, vertiefender Impact-Report oder datenfokussiertes ESG-Factbook: Der gemeinsame Nenner ist der klare Fokus, der auf Verständlichkeit, Relevanz und Differenzierung gelegt wird.
Digitalisierung als nächster Schritt
Auffällig bleibt: Viele Formate erscheinen weiterhin ausschließlich als PDF mit teils hochwertiger Gestaltung, sind aber oft schwer auffindbar und wenig interaktiv. Ein positives Beispiel liefert die Deutsche Telekom. Sie überführt zentrale Inhalte ihrer Nachhaltigkeitsberichterstattung in eine digitale Struktur mit Web-Funktionalität: filterbar, navigierbar und durchgehend nutzerfreundlich.
Unsere Empfehlung: Ergänzende ESG-Publikationen sollten als digitale Kommunikation gedacht werden – modular, interaktiv und eingebettet in eine konsistente Digital-Experience-Strategie. So entstehen echte Nutzererlebnisse statt statischer PDF-Sammlungen.
CSRD-Benchmark 2025
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Fazit: zwischen Regulierungslogik und Kommunikationschance
Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass Nachhaltigkeitskommunikation längst mehr ist als nur die Einhaltung regulatorischer Vorgaben. Zusatzpublikationen eröffnen Unternehmen die Möglichkeit, eigene Themen zu setzen, Haltung sichtbar zu machen und komplexe ESG-Inhalte in einen verständlichen, zielgruppengerechten Kontext zu bringen.
Wer diesen Raum aktiv gestaltet, stärkt seine kommunikative Souveränität und macht deutlich, dass Nachhaltigkeit nicht nur dokumentiert, sondern auch erklärt, eingeordnet und verantwortungsvoll vermittelt wird. In einer Zeit wachsender Transparenzanforderungen kann genau das den Unterschied ausmachen.
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