Herausforderungen: wenn Kommunikation nicht bei allen ankommt
Unsere Studie „Trendmonitor IK 2022“ zeigt: Transformationsprozesse betreffen fast alle Bereiche eines Unternehmens – am stärksten Führungskräfte (93,5 %) sowie White Collar Worker in der Verwaltung (89,2 %). Doch auch in den Bereichen Produktion und Service gaben mehr als die Hälfte der Teilnehmenden (51,5 %) an, stark von Veränderungen betroffen zu sein. Das bedeutet: Blue Collar und andere Non-Desk Worker sind Teil des Wandels – werden aber in der Kommunikation oft nicht ausreichend berücksichtigt.
Viele Unternehmen setzen weiterhin auf klassische Kanäle wie Schwarze Bretter, Aushänge oder Terminals in Werkhallen. Diese sind jedoch zeitlich und räumlich begrenzt, bieten kaum Möglichkeiten zur Interaktion und erfüllen nicht den Anspruch einer modernen, vernetzten Kommunikationskultur.
Im digitalen Raum zählt LinkedIn zu den am häufigsten genutzten Kanälen in der Unternehmenskommunikation. Wir stellten in unserer Digital Corporate Communications Benchmark 2025 fest, dass alle untersuchten DAX-40- und MDAX-Unternehmen dort mit einem Profil präsent sind. Die Inhalte drehen sich jedoch überwiegend um Themen wie Unternehmensstrategie, Employer Branding und Recruiting – meist zugeschnitten auf Fach- und Führungskräfte (White Collar Worker). Das hängt auch damit zusammen, dass vor allem diese Zielgruppe auf der Plattform aktiv ist. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob die geringe Präsenz von Blue Collar Workern auch eine Folge der dort fehlenden auf sie zugeschnittenen Inhalte ist. Umso wichtiger ist es zu analysieren, welche digitalen Orte und Netzwerke Blue-Collar-Mitarbeitende stattdessen nutzen und wie diese gezielt in die Kommunikationsstrategie integriert werden können.