Die Geschichte von Feng-Shui und seine
Anwendung in der modernen Webgestaltung
Schon vor 3.000 Jahren entstand im alten China Feng-Shui, bei dessen Methodenlehre es im Wesentlichen darum geht, die Wirkung verschiedener Elemente aufeinander positiv zu beeinflussen. Ziel ist, die Umgebung des Menschen möglichst harmonisch zu gestalten. Vom Fluss der Energie zum Fluss der Arbeit: Weil spätestens mit Beginn der Moderne die Harmonie weniger wichtig wurde als die Effizienz, beschreibt Frederick Winslow Taylor viele Jahrhunderte später in seinen „Principles of Scientific Management“ tiefgreifende Überlegungen zur Effizienzsteigerung von Arbeitern und ihren Werkzeugen. Und spätestens mit dem Siegeszug der Computer in den späten 1980ern und frühen 1990ern wird zunehmend wichtig, wie man Technologie prinzipiell zugänglicher machen kann und welche Rolle die Schnittstelle zum Nutzer dabei spielt. Unter dem Begriff „UX-Design“ fasst der Kognitionspsychologe und Designer Don Norman schließlich alle Aspekte rund um Grafik, Industriedesign, Schnittstelle und physische Interaktion zusammen. Außerdem gründet der Kalifornier gemeinsam mit Jakob Nielsen die Nielsen Norman Group – ein UX-Forschungs- und Beratungsunternehmen –, das heute weltweit führend ist in der analytischen UX-Forschung und dabei immer wieder Standards setzt.
UX-Designer machen sich heute also das Wissen vieler Generationen zunutze und übertragen es unter anderem auf die Gestaltung von Websites und Apps oder die Bedienung von Geräten und Software. Die Idee dahinter ist immer gleich. „Gut aussehen allein reicht nicht“, sagt Patrick Weiser, Managing Director bei RYZE Digital und der Mann für gute UX, „denn dahinter steckt immer ein Konzept jenseits von persönlichem Geschmack.“ Zwar spielt die subjektive Wahrnehmung eine große Rolle, vieles lässt sich aber objektiv bewerten und entsprechend gestalten.